Titel: Taster als Schalter v2.0 Beitrag von: rec00n Art am Juli 8, 2009, 05:12:40 mal ne Frage,
habe im Netz beim Datenblätter schnuppern mal gelesen, das ich als "Taster als Schalter" auf ein JK-Flip Flop nehmen kann. Dabei J & K zusammen auf V+ und den Taster an den Clock eingang gegen V+. Dann den Taster mit nem Pulldown von 10k und nem 100nF Kondi gegen Masse ziehen. Das tät doch auch funzen oder?? Und jetzt die dümmste Frage, welchen Vorteil hat dann die Tut-Schaltung?? thx 4 answer recoon Titel: Re: Taster als Schalter Beitrag von: mak am Juli 8, 2009, 10:42:33 Keinen! Ich hab genau diese Schaltung auch schon erwähnt und würde nie die Schaltung vom Tutorial bauen, denn diese Version ist einfacher.
Titel: Re: Taster als Schalter Beitrag von: TT_Kreischwurst am Juli 8, 2009, 12:14:03 Das klingt in meinen Ohren nach einen Tutorial mit dem Titel "Taster als Schalter v2.0 "
Habt ihr, bzw einer von euch nicht evtl Lust ein paar Worte dazu zu schreiben, ein pfiffiges Layout zu erstellen, und das Geschoss mal zu löten (um die Funktionalität zu gewährleisten)? Die Community würde sich sicherlich freuen! Wenn ihr irgendwelche allgemeine Hilfe benötigt (wie Lötfortschrittsbilder per Gimp/Photoshop erstellen oder Probelesen, etc) könnt ihr mich gern anschreiben. In einer Woche hab ich Semester-Ferien ;) In meinen Augen macht es Sinn die Hauptseite mal wieder etwas zu erweitern und so genial "eure" Idee auch ist, kein Mensch liest sich den Supportthread bis Seite 22 druch ::) Hauptseite macht hier bestimmt mehr Sinn... Gebt mal laut, wie ihr/du über den Vorschlag denkt! Liebe Grüße, TT_Kreischwurst Titel: Re: Taster als Schalter Beitrag von: TheSkorpion am Juli 8, 2009, 18:28:28 ich hab hier noch eine Variante die keinen JK-FF benötigt sondern nur ein D-FF
so wie abgebildet funktioniert sie im Simulator und nach datenblatt auch. vielleicht hab ich ja morgen mal die Zeit den lötkolben zu schwingen Titel: Re: Taster als Schalter Beitrag von: mak am Juli 8, 2009, 18:40:21 @TT_Kreischwurst: Da ist was dran. Ich würde mich melden, kann löten und GIMP hab ich auch. Was brauch ich noch? =)
Dann lasst mal hören, was ich am besten zusammenbraten soll. Mein Vorschlag: Nehmen wir einen 4017, wie von Crawler empfohlen, an den Clock-Eingang einen Kondensator und einen hochohmigen Widerstand gegen Masse sowie einen niederohmigeren Widerstand und den Taster an die Versorgungsspannung. Der Reset-Eingang wird mit einem Ausgang verbunden, je nachdem, wieviele Schaltzustände man benötigt. Die benötigten Ausgänge werden dann entweder mit einzelnen Transistoren, mit einem Transistor-Array wie dem ULN2803A oder mit FETs geschaltet. Was meint ihr dazu? PS: @TheSkorpion: Wegen Erweiterbarkeit ist die Idee mit dem 4017 besser. ---EDIT --- Zudem ist der Kondensator ein wenig fehl am Platz. Titel: Re: Taster als Schalter Beitrag von: TheSkorpion am Juli 8, 2009, 18:46:21 ne der kondensator entprellt den taster, so von der theorie her
Titel: Re: Taster als Schalter v2.0 Beitrag von: OlafSt am Juli 8, 2009, 22:11:45 Der 1k-Widerstand vor dem Gate des BUZ11 ist überflüssig. Irgendeinen Basis-Strom muß man hier nicht begrenzen - es fließt schlicht keiner ;)
Titel: Re: Taster als Schalter Beitrag von: mak am Juli 8, 2009, 22:49:04 Zitat von: TheSkorpion $txt[176] Juli 8, 2009, 18:46:21 ne der kondensator entprellt den taster, so von der theorie her So von der Theorie her lädt der sich auf und wird über den Taster kurzgeschlossen. Da ich aber die Stetigkeitsbedingungen am Kondensator durchaus kenne, weiss ich, dass sich ein relativ hoher Strom einstellen wird, der da fliesst. Das mag der Kondensator nicht. Hier der Schaltplan, den ich vorgesehen habe: (http://img17.imageshack.us/img17/172/tasteralsschalterschalt.png) --- EDIT --- Sinvollere Spannungen im Schaltplan eingefügt. Titel: Re: Taster als Schalter Beitrag von: Crawler am Juli 8, 2009, 23:24:00 Zitat von: mak $txt[176] Juli 8, 2009, 22:49:04 So von der Theorie her lädt der sich auf und wird über den Taster kurzgeschlossen. Da ich aber die Stetigkeitsbedingungen am Kondensator durchaus kenne, weiss ich, dass sich ein relativ hoher Strom einstellen wird, der da fliesst. Das mag der Kondensator nicht. Wenn du dich auf den Schaltplan von TheScorpion beziehst, kann ich deine Äußerung nicht nachvollziehen. Der 100n-Kondensator hängt letztlich auch nur über den Widerstand R1 an Versorgungsspannung und Masse, da stellt sich auch kein hoher Stromfluss ein. BTW: Schau dir mal die Beschaltung von Abblockkondensatoren (http://www.rn-wissen.de/index.php/Abblockkondensator) an, da liegt der Kondensator gleicher Kapazität direkt der Versorgungsspannung. Titel: Re: Taster als Schalter v2.0 Beitrag von: mak am Juli 8, 2009, 23:42:22 Ich weiss. Aber wenn der Taster betätigt wird, wird der Kondensator kurzgeschlossen und er muss seine endliche Ladung in unendlich kurzer Zeit abgeben, deswegen fliesst ein hoher Strom. Ausserdem entsteht bei dieser Konfiguration ein Puls am Clock-Eingang, was sicher nicht gewünscht ist.
Titel: Re: Taster als Schalter v2.0 Beitrag von: OlafSt am Juli 9, 2009, 08:33:11 Das ist nicht richtig.
Der CLK-Eingang wird einen deutlich höheren Eingangswiderstand haben, als vermutet. Ich würde den mal auf 50k bis 100k schätzen, das sind so übliche Eingangswiderstände. Daraus folgt, das sich der 100n-Kondensator primär über den 1k-Widerstand gegen Masse entladen wird - woanders kann die Ladung nicht hin. Daraus ergibt sich ein Strom von 12V/1k = 12mA (oder 5V/1k = 5mA) und das ist alles, nur kein sehr hoher Strom. Selbst die Einbeziehung des CLK-Eingangswiderstands ändert nicht mehr allzuviel daran. IMHO ist der 100nF als Entprellung eher noch zu klein, die Entprellung "hält" ja nur 100µs (tau = R * C). Dort gehört IMO ein 1µF-Kondensator hin. Titel: Re: Taster als Schalter v2.0 Beitrag von: mak am Juli 9, 2009, 09:30:20 Geladen wird der Kondensator über den 1k Widerstand, da stimme ich dir zu. Aber was passiert beim schliessen des Tasters? Der Kondensator wird kurzgeschlossen und muss in sehr kurzer Zeit seine Ladung loswerden. (Fast) Die gesamte Energie, die im Kondensator gespeichert ist, wird am sich schliesssenden Taster-Kontakt in Wärme umgewandelt. Auf Dauer haben haben da Taster und Kondensator wenig Freude dran.
Titel: Re: Taster als Schalter v2.0 Beitrag von: OlafSt am Juli 9, 2009, 10:36:48 Du hast recht *malwiederblindist*
Aber so würde der Kondensator, wie schon richtig erkannt, einfach nur kurzgeschlossen. Wo ist dann da die Entprellung ? ;) Machen wir es doch so: (http://stlcd.curz.com/Entprell.jpg) Der Kondensator wird "in Nullzeit" aufgeladen und entlädt sich dann über den 1K bzw. 100K langsam wieder. Die Zeit sollte allemal reichen, um den CLK sicher zu triggern und das Prellen des Tasters zu überbrücken. Der 100K ist dann anschließend nur mehr ein Pulldown. Titel: Re: Taster als Schalter v2.0 Beitrag von: mak am Juli 9, 2009, 10:49:02 Welchen Zweck erfüllt R1? Fliesst hier nicht wieder ein sehr grosser Strom beim Schliessen des Tasters?
Laut der Formel I=Q/t verursacht eine sehr kurze Ladedauer einen sehr hohen Strom, der Kondensator muss daher zwingend über einen Widerstand auf- und entladen werden. Mit einem tastenden Umschalter könnte man einen Widerstand einsparen, in meinem Schaltplan wäre das der 1k Widerstand, doch wir gehen mal von einem "normalen" Taster aus. Ich halte also immer noch an meinem Schaltplan fest... Zeig mir eine äquivalente Schaltung mit weniger Bauteilen und ich baue sie. Titel: Re: Taster als Schalter v2.0 Beitrag von: OlafSt am Juli 9, 2009, 13:16:31 Wenn du einen Taster entprellen willst, MUSS der Kondensator so schnell wie möglich aufgeladen werden. Ansonsten kann der Kondi den hier anzulegenden Hi-Pegel überhaupt nicht liefern, weil er noch gar nicht aufgeladen ist und das Prellen schlägt durch bis zum CLK-Eingang. Dann aber können wir uns den ganzen Kram auch schenken.
Google mal ein wenig im Netz herum nach dem Prellverhalten von Schalter, Tastern, Relais - dann wird dir das klarer. Ansonsten ist die Schaltung, so wie ich sie dort eingestellt habe, wohl schon millardenfach verbaut worden (inklusive in meiner Colora Luminis). Titel: Re: Taster als Schalter v2.0 Beitrag von: TheSkorpion am Juli 9, 2009, 14:19:01 Zitat von: OlafSt $txt[176] Juli 8, 2009, 22:11:45 Der 1k-Widerstand vor dem Gate des BUZ11 ist überflüssig. Irgendeinen Basis-Strom muß man hier nicht begrenzen - es fließt schlicht keiner ;) ähh stimmt so nicht ganz, ich hab einen kapazitiven Lade-/Entladestrom und den begrenz ich mit dem Widerstand aber ich gebe zu 1kOhm könnt ein wenig zu groß sein Titel: Re: Taster als Schalter v2.0 Beitrag von: mak am Juli 9, 2009, 15:45:53 Zitat von: OlafSt $txt[176] Juli 9, 2009, 13:16:31 Ansonsten kann der Kondi den hier anzulegenden Hi-Pegel überhaupt nicht liefern, weil er noch gar nicht aufgeladen ist und das Prellen schlägt durch bis zum CLK-Eingang. Und ob er das kann! Er wird auf 4.55 Volt aufgeladen, die Zeitkonstante beträgt mit einem 10k Widerstand und einem 1u Kondensator 10 ms. Nach 3 Zeitkonstanten ist der Kondensator zu 95% voll, und sehr viel schneller kann wohl auch ein Mensch nicht drücken. Das Prellen ist am Anfang der Ladephase präsent, aber da ist die Spannung am Kondensator noch zu tief, als dass sie als Clock-Signal erkannt würde, sie wird also weggefiltert. Btw: Der Eingang reagiert auf steigende Flanken, High Ist ab 3.5 V und Low unter 1.5. Titel: Re: Taster als Schalter v2.0 Beitrag von: mariobrand am Januar 12, 2010, 17:07:21 Hallo zusammen.
Habe gerade mal wieder ein wenig den Tutorial Bereich auf der HP durchgeschaut, und bin hier her gelangt. Hab nur 1. Frage: Warum macht ihr das alles mit Kondensatoren, Widerstände etc. Geht ja eigentlich um einiges Einfacher wenn man mit dem Taster ein kleines Relais ansteuert welches 2 Schließer eingebaut hat. Einen Schließer hängt man Parallel zum Taster und beim anderen legt man 1x die Spannung an und fährt dann zu einem/r Stecker/Kupplung wo man dann auch noch die 0V anlegt. Wäre doch in meinem Augen einfacher und entwickelt nicht soviel wäre wie ICs, Widerstände etc. Titel: Re: Taster als Schalter v2.0 Beitrag von: Crawler am Januar 12, 2010, 17:58:05 Quasi ein Relais mit Selbsthaltefunktion. Die von dir angesprochene Schaltung hat aber einen bzw. mehrere Nachteile. Als Beispiel nehme ich mal den Schaltplan, den man zur Selbsthaltung in der Wikipedia findet: Klick! (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Selbsthaltung.gif)
Fazit: Viele Wege führen nach Rom. So könnte man das auch bequem mit einem Mikrocontroller realisieren, es gibt aber auch eine Schaltungsvariante mit einem NE555 nebst ein bisschen "Hühnerfutter". Wenn du eine geeignete schaltung hast, darfst du auch gern ein Tutorial dazu schreiben, sicher haben da einige Leute ein Interesse daran. Titel: Re: Taster als Schalter v2.0 Beitrag von: mariobrand am Januar 12, 2010, 18:28:00 Stimmt da braucht man Ja einen zweiten Taster mit Öffner Kontakten.
Aber soviel ich weiß hat ein Relais mit 12V keine Geräusche, zumindest sind mir nie welche aufgefallen. Hab da eigentlich nur bei Stromstoß Relais, ZeitRelais und Schütze Geräusche gehört Eine Andere Schaltung wüsste ich so auf die Schnelle auch nicht. Die ich meinte war ja eben über die Selbsthaltung. Na Ok eine wüsste ich noch, die ist aber am Teuersten. Die wäre das ganze über eine Siemens Logo oder S5/7 laufen zu lassen. Aber wie schon gesagt. Ziemlich teuer :D und man braucht min. 24V Titel: Re: Taster als Schalter v2.0 Beitrag von: TheRealAngel am Januar 12, 2010, 19:50:13 Ich hab da was gefunden das könnte euch gefallen. Eine Totale Taster Entprellung.
http://www.engel-am-basteln.de/Temp/Taster%20Entprellung.jpg Habs aus einem alten Elektor Buch (305 Schaltungen). Titel: Re: Taster als Schalter v2.0 Beitrag von: Boldar am Januar 12, 2010, 19:56:47 und was hat das mit dem Thema zu tun?
Titel: Re: Taster als Schalter v2.0 Beitrag von: mak am Januar 12, 2010, 20:08:05 Zitat von: mariobrand $txt[176] Januar 12, 2010, 18:28:00 Eine Andere Schaltung wüsste ich so auf die Schnelle auch nicht. Man nehme einen Taster gegen Plus, ein RC-Glied mit Entladewiderstand, ein Toggle- oder JK-Flipflop und einen Treiber, z.B. einen n-FET. Simpel, absolut lautlos und stromsparend. Code: | / | `---[R1]---+---+---[FF]---[Treiber] | | [R2] [C] | | [-] [-]
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