Die Bimssteingravur #1
Nun wird euch gezeigt wie Ihr gleichmäßig große Flächen stumpf machen könnt, ohne auf filligrane Formen verzichten zu müssen (wie beim Bürsten) oder das die Flächen fleckig oder ungleichmäßig angeraut sind. Wenn ihr euer Plexiglas beleuchten wollt, ist das wohl die schönste Art alles schön gleichmäßig erstrahlen zu lassen.

Zunächst müssen wir unser Plexi vorbereiten. Also auf der zu polierenden Seite die Schutzfolie abziehen, alles einmal mit Malerkrepp abkleben und anständig fest drücken.
Hier würde ich darauf auchten, das sich das Krepp nicht überlappt und nicht doppelt liegt. Dies erwies sich als kontraproduktiv. Außerdem sollte man kein Paketklebeband oder Panzertape nehmen.

Dann malen wir unsere gewünschte Fläche auf.
Ich habe es frei Hand gemacht, man kann aber auch eine Malvorlage unter das Plexi kleben. Das Malerkrepp ist durchsichtig genug, um diese abzupausen.

Dann müsst ihr mit einem Skalpell oder Cuttermesser (oder eine sorgsam umwickelte Cutterklinge, für das bessere Handling) das Malerkrepp entlang eurer Linien durchtrennen. Dies ist zugegeben der schwierigste Teil. Für ein anständiges Ergebnis dürft ihr keine Linien doppelt ziehen oder zu tief ins Acrylglas schneiden. Ein gleichmäßig starker Druck wäre anstrebenswert. Übt das am Besten an etwas Verschnitt.

Stück für Stück nimmt es Gestalt an. Hierbei nur Geduld. Ich habe für diese Scheibe ca. 2 Stunden geritzt...
Nun kommt das Bimssteinmehl zum Einsatz. Im Modding-Bereich ist es noch weitgehend unbekannt. Man gebraucht es gewöhnlicherweise um aus Schellackpolituren einen transparenten Porenfüller zu machen um bsp. Hölzer naturnah zu polieren.
Zum modden lässt es sich (wie eigentlich alles) aber zweckentfremden. Das Mehl hat den Vorteil sehr fein und scharfkantig zu sein.

Dieses Mehl könnt ihr nun mit etwas Wasser vermischen bis es eine zähflüssige Konsistenz hat. Es darf nicht allzu flüssig sein, da sonst das Malerkrepp zu schnell aufweicht.

Nach nochmaligen Festdrücken des Krepps könnt ihr die Pampe auftragen und gleichmäßig mit eurer Zahnbürste in einer Richtung einreiben. Auch ein Pinsel mit harten Borsten wäre hier denkbar. Mit leichtem Druck könnt ihr das so zwischen 3 und 5 Minuten tun. Immer ein wachsames Auge darauf, das sich noch nirgendwo das Malerkrepp löst. Wichtig ist, dass ihr nicht zu sparsam mit dem Mehl seid, da die Scharfkantigkeit der Körner sich schnell abnutzt und bei zu wenig Mehl das Ergebnis nicht allzu schön wird.

Dann alles gründlich mit klarem Wasser abgespült.

Nun kann man das Zwischenergebnis bestaunen (Hier noch mit Schutzfolie, Edding und Kreppresten). Alles in allem noch recht langweilig. Froody wirds erst, wenn Licht ins Spiel kommt. Dazu aber später mehr
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